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M3D : Line Array : Design Guidelines

Arraying

Der M3D kann in Reihen bis zu 16 Boxen geflogen oder am Boden errichtet werden. Mehrfachreihen können für eine weite Abdeckung horizontal angeordnet werden. Wenn die Reihen horizontal angeordnet werden, sollten die Boxen in einem Winkel von 50° - 90° zwischen den einzelnen Einheiten angeordnet werden. Die hinteren Ecken der Gehäuse sollten so dicht wie möglich aneinandergrenzen ( wenn möglich sollten die Ecken sich berühren).

Die ideale Anwendunge für M3Den ist ein gerades Line Array für weite Abdeckungen. Herkömmliche aktive Meyer Sound Lautsprecher, die unterhalb des M3D Arrays angebracht oder am Boden aufgestellt werden, können dann genutzt werden um die Nahbereiche abzudecken. Diese Anordnung liefert eine optimale Soundqualität über den gesamten Veranstaltungsort.

Das QuickFly Rigging System des M3D erlaubt eine Anordnung der einzelnen Einheiten in einem Anschrägungswinkel von 0° bis 5° in 1° Schritten. Somit kann ein leicht gekrümmtes Array kreiert werden um die vertikale Abdeckung auszudehnen. Wenn dies geschieht, sollten, abhängig von der Arrayanordnung und der Geometrie des Veranstaltungsortes, die Amplituden verjüngt werden um einen gleichmäßigen Sounddpegel über dem gesamten Veranstaltungsort sicherzustellen. Es ist außerdem ratsam den weiten und mittleren Abstrahlbereich des Arrays zu verstärker um eine anhaltend gute Soundqualität beizubehalten.

Nutzung mit Subwoofern

Der M3D beinhaltet die gleiche Tieftonrichtungs-Technologie, die Meyer Sound mit dem PSW-6 Cardioid Subwoofer zum ersten mal auf den Markt gebracht hat. Wenn Subwoofer zu einem M3D System hinzugefügt werden sollen, ist es wichtig zu verstehen wie diese Technologie arbeitet.

Wie der PSW-6 beinhaltet der M3D zwei nach hinten gerichtete 15-Zoll Kegeltreiber. Diese Treiber werden von einem hochentwickelten Schaltkreis betrieben, der Frequenzabhängige Delays einsetzt um die nach hinten geworfenen Wellen der nach vorn gerichteten 15-Zoll Treiber über ein breites Spektrum auszulöschen. Das Ergebnis ist eine gleichmäßige Abdeckung von 90° bis runter zu 35Hz.

Diese Technbik bringt große Vorteile bei der Kontrolle des auf die Bühne abgegebenen Sounds und des Nachhalls. Sie macht den M3D aber bei den meisten Anwendungen inkompatibel zu herkömmlichen Subwoofern. Der Grund dafür ist die nach allen Seiten gerichtete Abstrahlung herkömmlicher Subs über ihr gesamtes Frequenzspektrum. Wenn sie in der Nähe von M3Ds plaziert werden würden, würden ihre zurückgeworfenen Wellen über ein beträchtliches Frequenzspektrum unvermeidbar ausserhalb der Phasen der des M3D laufen. Dies kann zu ungewollten Auslöschungen, und bei hoher Leistung zur Treiberzerstörung durch übermäßige Schwingungen führen.

Meyer Sound hat einen neuen Subwoofer für den M3D entwickelt, den M3D-Sub. Es hat die selbe Tieftonrichtungs-Technologie und kann als Line Array angrenzend an ein M3D Array geflogen werden. Das ist die ideale Lösung wenn Subwoofer zusätzlich mit M3Den benutzt werden sollen. Alternativ kann auch die PSW-6 genutzt werden.

In besonderen Fällen - wenn zum Beispiel ein M3D Array mehr als 2 Meter von am Boden errichteten Subwoofern entfernt geflogen wird, arbeiten auch herkömmliche Subwoofer mit dem M3D. I

M3D Arrays Steuern

Wenn M3Den in einem geraden Line Array von bis zu 16 Einheiten angeordet werden, können sie parallel gesteuert werden. Ein Array aus 16 Boxen kann, wenn es parallel gesteuert wird, ungefähr 600 Ohm Impedanz erzeugen und kann von einem LD-1 oder LD-2 Line Driver gesteuert werden, wenn er in angemessener Nähe zum System plaziert wird. Bei weiteren Kabellängen kann der Kabelwiderstand den Signalpegel beträchtlich reduzieren. In diesem Fall können die Eingänge des Line Drivers parallel genutzt und mit jedem Kanal 8 Boxen gesteuert werden.

Gekrümmte Arrays brauchen eine amplitudenformung und DSP um die Tieftonabdeckung zu steuern. Dies erfordert eine separate Steuerung von einigen Boxen. Wenn ein Array sowohl gerade als auch gekrümmte Segmente enthält, können die Eingänge der geraden Segmente parallel gesteuert werden.

Ein Beispiel: Zellerbach Hall

Die Zellerbach Halle ist eine Halle mit 2014 Sitzplätzen auf dem campus der University of California in Berkeley. Das Orchester sitzt hier auf der 1. Ebene, auf der 2. Ebene befindet sich das Mezzanin und die Balkone auf der 3. Ebene (siehe Zeichnung). Daher gibt es drei separate Ausleuchtungsebenen. Zwei weitabstrahlende zu den Balkonen und eine breite Ebene, die lange, mittlere und kurze Abdeckungen erfordert.

Vor kurzem hat Meyer Sound umfassende Hörtest und Messungen mit einem M3D System in der Zellerbach Halle vorgenommen. Umd iese riesige Halle komplett ausleuchten zu können, errichtete Meyer Sound ein Einzelarray aus sieben M3D Line Array Lautsprechern und einem CQ-1 Concert Series Lautsprecher, das vier Integralbereiche einschließt (siehe Zeichnung):

  1. Ein Paar M3Den , um 11° nach oben gerichtet und um 2° angeschrägt – für weite Abstrahlung – für die oberen Balkone.

  2. Ein gleiches Paar M3Den, um 5° angeschrägt unter dem obersten Paar, um die Balkone nicht direkt zu treffen, für die Abdeckung des Mezzanin.

  3. Drei M3Den, alle 5° angeschrägt für eine weitere vertikale Abdeckung, für die Plätze des Orchesters

  4. Die CQ-1, 4° angeschrägt, unterhalb der untersten M3D, einzeln verstärkt, deckt die vordersten Sitzreihen ab.

Zur Unterstützung der Errichtung des Sytems wurde ein Laserneigungsmesser benutzt.

Diese System zeigt wie das QuickFly Rigging System der M3D eine flexible Aufstellung des Systems ermöglicht um so weit und mittel abstrahlende Bereiche für eine optimale Abdeckung auszurichten. Es zeigt auch wie andere Lautsprecher der Concert Series genutzt werden könne um nahe Bereiche abzudecken, die von Line Arrays nicht erreicht werden können.

Das System Steuern

Ein Meyer Sound MMP™ System übernimmt die Signalaufteilung. Der MMP (Meyer Matrix Processor) ist ein digitales Signalbearbeitendes System, das eigens entworfen wurde um die Performance des M3D Line Array Lautsprechersystems zu optimieren (Das MMP ist ein Forschungsgerät, das nicht käuflich zu erwerben ist).

Mehrfachausgänge am MMP bieten separate Steuerungssignale für die weit abstrahlenden Bereiche (die 5 oberen M3Den), die mittleren Bereiche (die 2 unteren M3Den) und den CQ-1 Frontfill-Bereich (siehe Zeichnung). Das SIM erleichterte die einzelne Verstärkung jedes Bereiches mit CP-10 Parametrischen Kanälen, durch die Messung mit mehreren Mikrofonen im Zuschauerraum. Eine Amplituden-Formung war nicht nötig, der Steuerungspegel aller Boxen war gleichgroß.

Rigging

Ein MTG-3D Grid ermöglicht die Aufhängung des Arrays auf der Center Stage. Zwei Bügel, einer am vorderen Aufhängungspunkt angebracht und einer am hinteren, verbindet das MTG-3D mit einem Paar Winden. Diese Verbindung ermöglicht durch die unabhängige Bedienung der einzelnen Winden die einfache Anschrägung und Ausrichtung des Arrays. Es wird kein Zugseil benötigt.

Um die Einfachheit und Wirksamkeit des QuickFly Riggings zu demonstrieren, hat eine Team von 3 Leuten das Array in nur 15 Minuten abgebaut. Kundenspezifische Laufrollen, die an die Einheiten montiert wurden, als sie auf die Bühne abgesenkt wurden, vereinfachten die Handhabung und das Bewegen der Lautsprecher. Die Befestigungshardware wurde in praktisch angeordneten Aufbewahrungsöffnungen in jedem dem Lautsprecher zugehörigen Rigging Frame untergebracht.

 



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