Galileo Lautsprecher Management: Galileo 616 | Galileo 616 AES | Galileo Callisto 616 | Galileo Callisto 616 AES | Galileo 408

Galileo and Compass

GALILEO 616: Processing

Processing-Funktionen

Die für jeden Eingang und Ausgang zur Verfügung stehenden Delayzeiten von bis zu zwei Sekunden stellen nur ansatzweise die Leistungsfähigkeit des Galileo 616 dar. Die Filter des Systems machen den Unterschied zu anderen DSP-basierenden Lautsprecher Management Systemen. Jeder Eingang und Ausgang verfügt über eine genau implementierte, digitale Umsetzung der bekannten Meyer Sound CP-10 Complementary Phase Parametric Equalization (5 Bänder in den Eingängen, 10 Bänder in den Ausgängen) in Verbindung mit den neuen TruShaping Programm Filtern. Diese einzigartige Kombination ermöglicht Nutzern, akustische Probleme angemessen zu behandeln und subjektive Anforderungen einzubringen ohne übermäßige Phasenverschiebungen zu verursachen, die die Verständlichkeit und Klarheit der Signale beeinflussen.

 

Compass Software: Die weisse Kurve stellt die Phasen dar.

Weiterhin bietet der Galileo 616 digitale Implementierungen von Subwoofer Frequenzweichen, Air-Absorbtion-Compensation-  und M-Serien Array-Compensation-Filter, die erstmals im LD-3 Compensating Line Driver eingesetzt wurden.

Das vollständig digitale Design des Galileo 616 bietet Nutzern komplett neue Möglichkeiten. So zum Beispiel das Low-Frequency-Coverage-Shaping zur Erweiterung des Abstrahlverhaltens bei tiefen Frequenzen und eine Auswahl an Coverage-Shaping-Presets für M Serien Produkte, wie den MILO High-Power Curvilinear Array Lautsprechern und den M3D Line Array Lautsprechern.

Composite EQ Filterstruktur

Ein exaktes Sound System Design, dessen Implementierung und der korrekte Abgleich der Systeme vermeidet Probleme im Systemverhalten und sollte somit bei Beschallungsanwendungen immer vorrangig angestrebt werden. Auch wenn alle Maßnahmen in diesen Bereichen ergriffen worden sind, bleiben jedoch normalerweise einige Probleme bestehen. Der Einsatz von Equalizern ist hierfür das primäre Mittel.

Der Abgleich eines modernen Sound Systems mittels EQs ist eine komplexe Aufgabe, die einige Grundanforderungen mit sich bringt: subjektive Anpassung des Systemfrequenzganges, Ausgleich der atmosphärischen Luft-Dämpfung sowie die Korrektur von Anomalien, die aus der Interaktion einzelner Lautsprecher oder der Lautsprecher und der akustischen Umgebung entstehen (Diese letzte Kategorie beinhaltet zum Beispiel Anhebungen tiefer Frequenzen). Es bestehen jedoch fundamentale Unterschiede bei diesen Anforderungen, die verschiedene Mittel für eine angemessene Korrektur erfordern. Diese Unterschiede jedoch nicht zu erkennen, kann zu erheblichen Verschlechterungen des System-Phasenganges führen, was wiederum zu einer Verringerung der Verständlichkeit und der Klarheit des Signals führen kann.

Die Composite EQ Filter des Galileo 616 wurden speziell zur Lösung dieser Probleme entwickelt und bieten das wohl wirksamste derzeit auf dem Markt erhältliche EQ-System digitaler Lautsprecher Management Systeme . Hierbei werden Phasenverschiebung praktisch auf dem niedrigsten erreichbaren Wert gehalten.

Betrachten wir das Problem und Lösungen mittels des Composite EQ.

Interaktions-Effekte sind klassischer Weise Phänomene zweiter Ordnung, die bei Messungen des Systems Welligkeiten im Frequenzgang verursachen. Mit Meyer Sounds SIM 3 Audio Analyzer werden diese Artefakte deutlich. In der Praxis gibt es viele Interaktionen, bei denen der Einsatz von EQs keine effektive Lösung darstellt. Interaktionen, die jedoch mit Filtern ausgeglichen werden können, sind am besten durch den Einsatz von Voll-Parametrischen-Equalizern auszugleichen, die über einen komplementären Amplituden- und Phasengang (d.h. entsprechend und invers) zu denen, die durch Interaktionen hervorgerufen werden, verfügen. Meyer Sounds CP-10 Complementary- Phase-Parametric-Equalizers mit Filtern zweiter Ordnung sind speziell für diesen Zweck geschaffen. Der Galileo 616 verfügt über eine genaue digitale Implementierung der CP-10 Filter in jedem Ein- und Ausgang. Mit richtig konfigurierten EQs, können Effekte, die durch Interaktionen hervorgerufen werden, im System ausglichen werden und somit einen flachen Amplituden- und Phasengang gewährleisten.

Andererseits benötigen subjektive Klangeinstellungen und andere Interaktionseffekte, wie Anhebungen im Tieftonbereich, deutlich breitere Filter. Filter höherer Ordnung sind für eine geringe Änderungen des Amplitudengangs oft weniger geeignet und produzieren zu dem auch deutlich höhere Phasenverschiebung als Filter geringer Ordnungen.

Der Galileo 616 bietet eine leistungsstarke Signalverarbeitung mit Delays und vielfältigen Filtermöglichkeiten. Der Compass Screenshot zeigt das Konfigurationsfenster für  die Composite EQs in jedem Eingang und Ausgang des Galileo 616.

Der Composite EQ des Galileo 616 bietet auch für diese Aufgabe das passende Mittel: den TruShaping Equalizer. Der TruShaping Equalizer (zum Patent angemeldet) ist die digitale Ausführung des beliebten Meyer Sound VX-1 Programm Equalizers, wurde jedoch auf vier Filter erster Ordnung in einer innovativen Konfiguration erweitert. Da die TruShaping Filter Filter geringer Filterordnung sind, sind die Phasenverschiebung minimal und erhalten somit die Integrität des Signals. Die einzigartige Kaskadenstruktur der TruShaping Filter ermöglicht tatsächlich ein Überlappen der Bänder, was resultierende Flankensteilheiten von weniger als 3dB pro Oktave ermöglicht und somit gleichmäßige Filterkurven erlaubt, wie sie in keiner anderen Art und Weise erreicht werden können. Selbst bei extremen Einstellungen des TruShaping Equalizers werden nahezu keine Phasenverschiebung von mehr als 45 Grad erreicht. Kein anderes derzeitiges Produkt auf dem Markt bietet eine ähnliche Lösung.

Diese Methode ist für das Modellieren des Systemfrequenzganges so erfolgreich, dass die Array Compensation Filter im Galileo 616 auf der Struktur der TruShaping Filter basieren.

Da die self-powered Meyer Sound Lautsprecher Systeme so optimiert sind, dass sie bei Auslieferung über einen flachen Frequenz- und Phasengang verfügen, stellt der TruShaping EQ ein leistungsstarkes Mittel dar, dem System mehr "Wärme", "Präsenz" oder andere subjektive Klangeigenschaften hinzufügen.

Der Composite EQ ist mit den CP-10 Complementary Phase Parametric EQs und den TruShaping Filtern erster Ordnung das perfekte Werkzeug um akustische Anomalien auszugleichen und subjektive Änderungen vorzunehmen. Am Allerbesten: die Compass Control Software des Galileo 616 Systems bietet als Benutzer-Interface ein klares Bild der resultierenden Equalizer-Kurven, wobei sowohl die Amplitude als auch die Phase als Überlagerung der eingesetzten CP-10 und TruShaping Filter in einem einzigen, editierbaren grafischen Display angezeigt werden. Die EQ Parameter können direkt mit Hilfe der Maus grafisch im Display oder mittels präziser numerischer Werte eingestellt werden.

Air Absorbtion Compensation (Atmosphärische-Dämpfungs-Kompensation)

Wenn Schallwellen lange Distanzen in der Luft zurücklegen, werden hohe Frequenzen absorbiert, was einen wichtigen Aspekt bei der Konfiguration eines Hochleistungs-Lautsprecher-Systems bei Anwendungen mit hohen Abstrahlweiten darstellt. Die Auswirkung der atmosphärischen Absorption auf den Schall ist sehr komplex zu beschreiben, da diese von einer Vielzahl an Faktoren, wie Entfernung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Höhe über N.N. beeinflusst wird. Die im folgenden dargestellten Gleichungen werden zur Erstellung skalierbarer Tabellen genutzt, die vom Galileo 616 verwendet werden, um die atmosphärischen Kompensationsfilter zu bestimmen.

Methode zur Berechnung der frequenzabhängigen atmosphärischen Absorption (ANSI S1.26-1995)

 


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