|
|
|
 |
Steve Shurtz Technology Director |
|
 |
Mauricio Saint Martin Global Sales Director |
|
|
|
 |
Jim Sides Business Development Director |
|
 |
Brian Long Senior Cinema and Live Sound Design Manager |
|
|
Das neue Jahr hat grad begonnen und wir haben die Gelegenheit genutzt und mit unserem neu gegründeten Cinema Team zu sprechen, die Sales, Marketing und technischen Support für Meyer Sounds EXP Cinema Systeme (bisher Cinema Experience) leiten werden. Steve, Mauricio, Brian und Jim haben alle eine beeindruckende Laufbahn in der ProAudio- und/oder Kinoindustrie hinter sich und werden Cinema Sound auf ein neues Level bringen. So haben wir die vier Kino-Fanatiker nicht über ihre Qualifikationen ausfragt, sondern wollten mehr über ihre Leidenschaft an Kino-Sound erfahren:
F: Dein Lieblingsfilm aller Zeiten?
 |
| USC School of Cinematic Arts |
Steve: „Amadeus“ Ich mag die Geschichte und vor allem den Witz und natürlich den Soundtrack. Ich mag aber auch „O Lucky Man“, „The Big Lebowski“ und „Der Soldat James Ryan“.
Jim: „Terminator“ Die in dem Film vorgestellte Technologie ist bahnbrechend und die Geschichte ist einleuchtend.
Mauricio: „Der Pate I-III“. Die einzige Saga, die ich immer und immer wieder von vorn bis hinten ansehen kann und immer noch unterhalten werde.
Brian: „The Blues Brother“ wegen der albernsten Verfolgungsjagden, die es je gegeben hat.
F: Nach welchen Kriterien beurteilst Du ein qualitativ hochwertiges Soundsystem, wenn Du ins Kino gehst und einen Film zum ersten Mal ansiehst?
Steve: Ich konnte Filme zum Glück schon in einigen besonders guten Sälen und Synchronisationsstudios erleben. Das zu beschreiben ist sehr subjektiv und ich kann höchstens sagen, wie ich höre. Normalerweise kann ich den Grad der Verzerrungen anhand der „Schärfe“ der Dialoge und der Klarheit der Musik beurteilen. Musik ist gut, um die Abbildung der Leinwandkanäle, den Frequenzgang und das Abstrahlverhalten zu bewerten. Die Dialoge sagen mir, ob der Saal nah am korrekten Level liegt, auch wenn die Eröffnungsmusik und die Effekte offensichtlich zu laut sind. Die Effekte sind der Schlüssel, um den Headroom des Systems einzuschätzen.
Jim: Da ich eher aus der Musik- und Beschallungsbranche komme, bringe ich etwas andere Erwartungen mit. Herkömmliche Kino-Soundsysteme haben ein viel höhere Verzerrung und eine geringere Sprachverständlichkeit als wir sie z.B. bei Live-Beschallungen und Live-Konzerten zulassen würden. Ich denke, wir werden, wie in der Beschallungsbranche, auch in dieser Industrie neue Audiostandards setzen.
F: Wir wissen, dass die Klangqualität in Kinos keine subjektive Angelegenheit ist. Deine Meinung?
 |
| Skywalker Sound |
Steve: Die Industrie hat messbare und wiederholbare Standards und Verfahren für Klang- und Bildqualität. Wenn ein Raum eine gute Akustik mit geringer Nachhallzeit, einem geringen Hintergrundgeräuschpegel, einer ordentlichen Schallisolation und ein gut designtes Soundsystem hat, das richtig getuned ist und den Industriestandards entspricht, dann sollte es wie jedes andere Kino klingen.
Brian: Ein Kino-Soundsystem gibt entweder genau das wieder was die Macher geschaffen haben, oder eben nicht. Wir mögen keine Projektoren, die dem Bild einen grünen Farbstich hinzufügen, warum also sollten wir so etwas von den Lautsprechern hinnehmen?
Jim: Anders als beim Live-Sound unterliegt der Cinema Sound nicht Variablen wie Umgebungsbedingungen (Luftfeuchtigkeit, Temperatur), dem Talent des Künstlers und der Interpretation des Toningenieurs. Jeder Film sollte genauso klingen, wie die Macher es gewollt haben.
F: Welchen Film würdest Du gern einmal über ein Meyer Sound System spielen?
Jim: „Master and Commander“. Der Soundtrack spielt eine sehr wichtige Rolle für das Erlebnis des Publikums.
Mauricio: Es gibt viele gute Filme mit fantastischen Soundtracks. Man braucht nicht unbedingt Helikopter- und Bombenszenen, um von der Leistung eines Soundsystems zu profitieren. Wenn ein Soundsystem Klarheit bietet, verbessert es das Erlebnis für Publikum auf dramatische Weise - auch bei leisen Momenten.
Steve: „Master and Commander“ weil der Film ein interessantes Verhältnis zwischen ruhigen und lauten Passagen hat und die Surround-Kanäle so beeindruckend einsetzt.
Brian: im Moment wäre es die 2009er Version von „Star Trek“ das könnte sich aber ändern, wenn „Tron: Legacy“ rauskommt.
F: Hast Du einen Lieblings-Film-Sound-Designer? Und warum?
Brian: Mit „Star Wars“ hat Ben Burtt geholfen modernes Sound Design für Kinos zu definieren. Und er hat mit „Wall-E“ die Macht von Sound ohne Dialoge bewiesen.
Steve: Ich verehre so viele - Randy Thom (“Die Unglaublichen”), Gary Rydstrom (“Der Soldat James Ryan”), Chris Boyes (“Herr der Ringe”), Mark Mangini (“Das Fünfte Element”), Walter Murch (“Der Englische Patient”), Ren Klyce (“Der seltsame Fall des Benjamin Button”), Richard King (“The Dark Knight”), and Ben Burtt (“Star Wars”).
F: Was ist für Dich das lustigste und spannendste an der Welt des Kinos?
 |
| American Zoetrope |
Steve: Meistens geniesse ich es einfach einen Film zu schauen; das Gefühl in eine andere Welt einzutauchen, die mich zu neuen Orten, Menschen und ihre Leben führt. Dabei an verschiedene künstlerische und technische Aspekte zu denken, bereichert das Erlebnis noch zusätzlich, aber ein gut gemachter Film reisst mich immer noch einfach mit.
Brian: Mit dem Wechsel der Kino-Infrastruktur hin zum server-basierten digitalen Zeitalter haben wir die Möglichkeit, alle Teile der Wiedergabetechnik zu verfeinern und ein besseres Hörerlebnis für den Kinogänger zu schaffen, das er so nirgendwo anders erleben kann. |
|