Lang Lebe die UPA—Ein Interview mit den Ingenieuren
| ||||
|
![]() Von L nach R: Jean Pierre Mamin und Alexander (Thorny) Yuill-Thornton TEIL 1 Thorny: Die ersten Ingenieure bei Meyer Sound, darunter auch John Meyer, begannen ihre Karriere im Audio-Bereich zu einer Zeit, als man beim Setup eines Systems für eine Show sicher davon ausgehen konnte, dass einige Teile in irgendeiner Weise ausfallen würden. Ersatzteile dabei zuhaben war normal. Unser kleines Team hatte den Anspruch etwas Besseres zu schaffen. Thorny: Mehrere Ingenieure unseres anfänglich kleinen Teams bei Meyer Sound, darunter auch John Meyer, kamen von McCune Sound. Unsere Erfahrungen dort prägten unser Audio-Verständnis enorm. McCune entwickelte und fertigte einen Großteil seines Equipments selbst und ich half beim Design einiger ihrer Mischpulte, während John Meyer Lautsprecherkabinette und Racks konzipierte, zu denen auch die JM3 zählte. Johns Konzept eines Lautsprecherdesigns war ein komplett integriertes System, das nur Strom und ein Audiosignal benötigt und als einzige Bedienelemente über einen Netzschalter und einen Lautstärkeregler verfügt. Sein Design war leistungsfähiger als alles, was damals auf dem Markt verfügbar war - obwohl John heute zugeben wird, dass seine damaligen Systeme nicht mit der heutigen Technologie mithalten könnten. Aufgrund der erhöhten Leistung jedes Lautsprechers benötigten wir weniger Systeme für eine Show. Deshalb war eine hohe Ausfallsicherheit von großer Bedeutung. ![]() John Meyer und Jean Pierre Mamin während Lautsprechertest, circa 1984 3. Nachdem wir jetzt wissen, dass die UPA zwei, oder sogar auch drei Jahrzehnte einsetzbar ist, wie konnte das damals noch junge Unternehmen die Leute davon überzeugen, dass die UPA besser konstruiert war als andere Lautsprecher? Thorny: Wir überzeugten mit unserer Liebe zum Detail und haben nicht am Material gespart. Einige Besucher auf den ersten AES Shows klopften auf die Seite eines UPA Gehäuses und verstanden sofort, dass es steif und gut bedämpft war. Meyer Sound war in den frühen 80er Jahren ganz neu und niemand kannte uns. Damals waren es wirklich noch andere Herausforderungen. Jean Pierre: Zur damaligen Zeit hatte Meyer Sound nur ein einziges Produkt: den UM-Monitor. Die Kunden mochten ihn, aber er war nicht arraybar. John Meyer wollte ein kompaktes, arrayfähiges, authentisch klingendes Produkt, das einen größeren Abstrahlwinkel und eine kontrollierte horizontale Abstrahlcharakteristik haben sollte. John Meyer und Thorny entwarfen die trapezförmige Gehäuseform für die UPA, deren Design 1983 patentiert wurde. Der Rest ist Geschichte. 5. Die Trapezform war neuartig zu diesem Zeitpunkt. Jean Pierre: Die Gehäuseform überraschte viele, macht aber wirklich Sinn – die Systeme sind arrayfähig und erleichtern das Rigging. Ich denke damals waren die Leute mehr von der Leistungsfähigkeit, Klangtreue und Gleichmäßigkeit in der Horizontalen beeindruckt. 1 | 2 | Nächste Seite
Dezember 2011 |


