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Cirque du Soleil's® Delirium™ führt mit Meyer Sound´s MICA in neue Höhen


"Die Herausforderung mit Delirium™ ist der Auftritt in zwei oder drei verschieden Arenen pro Woche ... Ein System das so einfach zu verwenden ist, erleichtert die Dinge ungemein."

- Renate Petruzziello
FOH Engineer, Delirium

Seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1984 verzaubern die Kreationen von Cirque du Soleil® das Publikum. Mit ihrer neuesten Darbietung Delirium™, hat die kanadische Unterhaltungs-Truppe ihre eigenen hohen Standards noch übertroffen.
Entworfen und geleitet von Michel Lemieux und Victor Pilon, ist Delirium™ eine Mischung aus Theater, Musik, Tanz und Multimedia, die mit ihrer Integration von Klang und Bild die ursprünglichen Grenzen von Darbietungen in Arenen sprengt.

Diese Produktion, die auf einer einzigartigen Bühnenkonstruktion mit offener Vorder- und Rückseite aufgeführt wird, ist wahrlich "Larger than live". Die 40 Meter lange und 24 Meter hohe Bühne halbiert die Arena und teilt das Publikum in zwei Hälften, eine auf jeder Seite der Bühne.

Das Soundsystem des Audio Designers Yves Savoie ist als zweigeteiltes Setup geplant um beide Seiten der Bühne abzudecken. Insgesamt sind 96 Meyer Sound MICA Compact High-power Curvilinear Array Lautsprecher im Einsatz. Jede Seite nutzt drei Türme mit je 16 MICA Einheiten mit zusätzlich je zwei Säulen aus fünf 700-HP Ultrahigh-Power Subwoofern. Sechs M1D Ultracompact Curvilinear Array Lautsprecher pro Seite fungieren als Frontfill für die ersten Sitzreihen im Parkett.

Eine Hand voll CQ-1 Wide Coverage Main Lautsprecher füllen einige Ecken im vorderen Bereich.
Auf der Bühne dienen sechs UPA-1P Compact Wide Coverage Lautsprecher pro Seite als Monitore für die Tänzer. 16 M3D-Sub Directional Subwoofer unter der Bühne verstärken den Hauptrhythmus der Performance. Ein Gewinn sowohl für die Tänzer als auch für das Publikum.

Die Produktion plant Meyer Sound´s Galileo Lautsprecher Management System in das bestehende Netzwerk zu integrieren um die voreingestellten Air Absorption Compensations Filter und die Array Compensation zu nutzen.

FOH Engineer Renate Petruzziello mixt die Show an einem Yamaha PM1D Digital Mischpult und arbeitet dabei mit über 200 Eingängen auf 80 Kanälen.

"In einigen kleineren Veranstaltungsorten werden wir nur 12 oder 14 MICAs pro Turm einsetzen," erklärt Andre Jr. Pichette, der Audio System Designer der Show. "Das ist das geniale an diesem Setup. Wir können es ganz einfach ändern um es an die Halle anzupassen. Auch das Rigging vereinfacht unsere Arbeit. Wir können jeden Lautsprecher so weit kippen, um auch die obersten Plätze zu erreichen. Die meisten Line Arrays können da nicht."

"Noch bedeutender für uns ist das aktive Design des MICA," fügt Pichette hinzu. "Delirium™ ist eine so gewaltige Produktion und wir haben nur sehr begrenzten Raum Backstage. Mit einem herkömmlichen Lautsprecher Setup würden wir ungefähr 8 Verstärker-Racks mehr benötigen, was einfach unmöglich wäre. Und mit MICA brauchen wir nur ein Kabel um das Signal, RMS (Meyer Sound´s Remote Monitoring System) und einfach alles zu transportieren."

Pichette kommt auch auf Bedeutung der Kabellänge von herkömmlichen Systemen zu sprechen. " Bei Lautsprecherkabeln verschlechtert sich das Signal bereits nach ca. 30 Metern. Wir haben aber schon ca. 80 Meter vom Backstage Bereich zu den Mitteltürmen. Mit einem passiven System würde unsere Klangqualität also erheblich leiden."

"Cirque Shows sind im allgemeinen sehr komplexe Produktionen, in den meisten Fällen sind es aber semi-permanente Installationen an einem einzigen Veranstaltungsort," bemerkt Petruzziello. "Die Herausforderung mit Delirium™ ist der Auftritt in zwei oder drei verschieden Arenen pro Woche - eine davon klingt vielleicht gut, die andere vielleicht nicht. Das ist immer eine Herausforderung. Das Meyer Sound Equipment hat unser Leben wirklicht vereinfacht. Ich weiß nicht welches andere System wir nutzen könnten, das so unglaublich vielseitig ist. Besonders die MICAs, von denen wir 16 Stück pro Cluster verwenden, bieten eine Menge an Flexibilität. Ein System das so einfach zu verwenden ist, erleichtert die Dinge ungemein."

So bezwingend und brillant die an zwei Seiten offene Bühne auch sein mag, die akustischen Herausforderungen sind noch komplizierter als bei üblichen runden Theaterbühnen. Den Sound für zwei sich gegenüberliegende Bühnen zu kreieren ist ein problemreiches Unterfangen, also beginnt Pichette früh mit der Einschätzung jedes neuen Raumes mit der MAPP Online Pro akustischen Simulations-Software.

"Bei jedem neuen Raum beginne ich früh um 7.00 Uhr oder so. Ich mache meine Messungen und designe das System in AutoCad, dann überprüfe ich es mit MAPP Online Pro und drucke mir die Ergebnisse aus. Dann installiere ich das System. Es ist so einfach! Um 8.45 Uhr 'SIMme' ich normalerweise (Einstellung des Systems mit Hilfe des SIM 3 Audio Analyzers), dann warten wir auf den Bühnenaufbau. Um ca. 13.00 Uhr sind wir üblicherweise mit den Audio-Einstellungen fertig."

Eine weitere Herausforderung beim Ton für Doppel-Bühnen ist die Tatsache, dass man nur eine Hälfte des Systems hört." Andre kümmert sich um die Steuerung aller Lautsprecher vom FOH und vertraut voll und ganz auf SIM 3 und RMS (Meyer Sound´s Remote Monitoring System) um das System zu überwachen," erklärt Lachance. "Es ist entscheidend ein qualitativ hochwertiges Monitoring wie dieses zu haben, besonders in einem einzigartigem Setup wie diesem. Wenn Du nur auf das hörst, was Du von deinem eigenen Ausgangspunkt hörst, bist Du auf dem Weg ins Verderben. Die Leute auf der anderen Seite der Bühne sagen dir nicht, wenn die PA nicht funktioniert. Du musst sicher sein, dass es überall gut klingt, auch an den Plätzen, die Du nicht hören kannst."

"Dicht an der Bühne haben wir eine weitere Herausforderung. Wir müssen den Klang der Bühne mit dem Klang der Lautsprecher in Ausgleich bringen," erklärt Pichette. "es gibt viele Percussion-Einsätze und oft wandern diese und die Drums über die Bühne und machen dabei viel Lärm. Also müssen wir diese Zonen vor der Bühne zur richtigen Zeit mit oder ohne PA zu beschallen. Die Kombination aus MICA und SIM 3 ist dafür wie geschaffen."

"Das ist nicht exakt unser Standart-Setup," gibt Petruzziello in einem klassischen Understatement zu bedenken, "aber mit den MICAs machen wir es möglich. Andre spielt dabei auch eine große Rolle. Er hat eine Menge Erfahrung mit Meyer Sound Equipment und hat Ideen, auf die ich nie gekommen wäre. Zudem ist er so etwas wie ein Perfektionist. Es ist sehr inspirierend mit ihm zu arbeiten und großartig sich auf ihn verlassen zu können."

 

November, 2006


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